von Thomas Nacke
, 30. Juli 2026

Bundesregierung legt Startup- und Scaleup-Strategie vor

Visuelle Übersicht der Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung 2026

Die Bundesregierung hat ihre Startup- und Scaleup-Strategie veröffentlicht. Mit dem umfassenden wirtschafts- und innovationspolitischen Programm soll Deutschland für Gründungen, wachstumsstarke Unternehmen und technologieorientierte Skalierung deutlich attraktiver werden.

Ziel der Strategie ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem neue Unternehmen nicht nur entstehen, sondern auch wachsen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten können. Damit richtet sich der Blick nicht allein auf die Zahl der Gründungen, sondern auf den Aufbau eines insgesamt leistungsfähigeren Innovations- und Wachstumsstandorts.

Nach Einschätzung der Bundesregierung brauchen erfolgreiche Startups vor allem Kapital, qualifizierte Fachkräfte, Zugang zu Märkten, verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen, Technologietransfer und internationale Vernetzung. Entsprechend setzt die Strategie nicht auf einzelne Fördermaßnahmen, sondern auf einen breiten Ansatz mit acht Handlungsfeldern: Finanzierung, Bildung und Transfer, Sicherheit und Verteidigung, Bürokratierückbau, Vergabe und Wettbewerb, Fachkräfte, Kooperationen sowie Internationalisierung und Vernetzung.

Zu den zentralen Vorhaben zählen unter anderem der Deutschlandfonds, Investitionen von Stiftungen in Startups, die Fortführung der WIN-Initiative, der Wachstumsfonds II, die European Tech Champions Initiative sowie Programme wie „exist Startup Factories“, „exist Academy“, „StartUp-Secure“, „StartUpConnect“ und „StartUp Germany“. Auch vergaberechtliche Erleichterungen, Mitarbeiterkapitalbeteiligung und das Hebelprojekt „Schneller Gründen“ gehören zu den priorisierten Maßnahmen.

In der Gesamtschau verfolgt die Bundesregierung damit drei klare Ziele: mehr Wachstumskapital mobilisieren, technologieintensive Gründungen schneller in den Markt bringen und staatliche Prozesse sowie Regulierung so gestalten, dass sie Innovationen eher fördern als bremsen.

Die Mentoren für Unternehmen in Schleswig-Holstein e.V. wollen Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg zu einer erfolgreichen Selbstständigkeit ehrenamtlich begleiten. Sie verstehen sich als Brücke zwischen der politischen Strategie und der praktischen Umsetzung im Unternehmensalltag — von der Validierung eines Geschäftskonzeptes über die Gründung des Unternehmens bis hin zur erfolgreichen Etablierung am Markt.

Download:  Startup- und Scaleup Strategie der Bundesregierung | BMWE


Thomas Nacke

Ehrenamtlicher Mentor für Unternehmen in Schleswig-Holstein seit 2023.